Verlegung von Teppich

Bei der Verlegung von Kunst- und Naturfasern muss vieles beachtet werden. Die Verlegeart und das geeignete Pordukt hängt von verschiedenen Faktoren ab. Im Vordergrund steht das Einsatzgebiet und die Oberfläche des Belags. Danach wird der Aufbau und die Faserzusammensetzung festgelegt. Zuletzt spielt die Art und Beschaffenheit des Untergrunds eine grosse Rolle.

Untergrund: Der Untergrund muss sauber, eben, trocken und von fester Konsistenz sein. Auch kleine Abweichungen des Unterlagsboden zeichnen sich ab. Der Untergrund muss vor der Verlegung nach Vorschrift geprüft werden. Lassen Sie Vorarbeiten auf jeden Fall vom Fachmann ausführen, um eine lange und zufriedenstellende Nutzung zu geniessen.

Verlegearten: Vier verschiedene Verlegearten können wir Ihnen anbieten. Einfaches Auslegen (ohne Befestigung oder mit doppelseitigem Klebeband am Rand), Spannen, Fixierungen (mit Haftvlies oder Haftgitter) oder die vollflächige Teppich-Verklebung.

Lose Verlegung: Sie wird bei kurzfristigen Lösungen,  knappem Budget oder wenn alle anderen Möglichkeiten nicht ausführbar sind, angewandt. Im Objektbereich jedoch nicht zu empfehlen. Dabei ist zu beachten, dass aufgrund des Aufbaus nicht alle Teppichbeläge für eine lose Verlegung geeignet sind. Folglich kann die Wellenbildung zum Problem werden, denn sie kann zu erhöhtem Verschleiss führen und reduziert so die Lebensdauer merklich. Teppiche mit einem stabilen Zweitrücken bieten hier die optimale Lösung. Der Anwendungsbereich sollte, natürlich auch abhängig vom Produkt, 20 m2 nicht überschreiten, um dem Auswalken, Quellen und Schwinden entgegen zu wirken.

Interface® Teppiche können auch auf grossen Flächen mit kleinen Klebern verlegt werden, andere Teppiche können auch am Rand mit doppelseitigem Klebeband fixiert werden. Dies ist allerdings eher für private Zwecke geeignet und sollte die Fläche von 40 m2 nicht überschreiten. Trotzdem kann bei ungünstiger Konstellation von Druck, Feuchtigkeit und allgemeinen klimatischen Verhältnissen ein Auswalken des Teppichbodens auftreten.

Teppich spannen: Ist aufwendiger, aber nach loser Verlegung, die umweltfreundlichste Methode, Teppich zu verlegen. Dabei kann auf Klebstoff ganz verzichtet werden. Sie ist der Rolls Royce unter den Verlegearten und erfordert ein hohes Mass an handwerklichen Fähigkeiten. Verspannte Teppiche werden hauptsächlich im Privatbereich angewendet und das mit dem gleichen Verfahren wie früher, um Tradition und optimalen Nutzen zu verbinden. Die Lebensdauer wird dadurch erhöht und Dank vorhandener Spannvorrichtung ist ein mögliches Auswechseln einfacher auszuführen. Unter diesem Aspekt ist sie die Preiswerteste und Nachhaltigste aller Verlegearten.

An den Seiten wird der Teppich auf Nagelleisten befestig und verspannt. Daher auch der Name „Spannteppich“. Die natürliche Elastizität wirkt so auf den Belag und verbessert seine Eigenschaften zusätzlich. Der Gehkomfort und die Nutzungsdauer erhöhen sich.

Verlegung auf Haftgitter und Haftvliesen: Sie bieten eine vollflächige Haftung und gewisse Produkte können danach fast rückstandsfrei abgezogen werden, was vorübergehendes Schützen und Abdecken z.B. eines Parketts ermöglicht. Das Haftgitter ist nicht für jeden Teppich-Aufbau geeignet, da sich unter Druck der Kleber an der Oberfläche abzeichnen kann.

Teppich Verklebung: Sie ist wohl die meistverwendete Verlegeart und wird bei Räumen ab 20 m2 eingesetzt. Sie ermöglicht das Verlegen von Teppichbahnen, ohne sie vorher zu verbinden. Die Wahl des geeigneten Klebers hängt von seinem Einsatzgebiet, dem Untergrund und vom Belag ab.

Beim Kleben sind die Emissionen unbedingt zu berücksichtigen (VOC). Falls es die Umstände zulassen, ist darauf zu achten, dass umweltfreundliche Kleber verwendet werden. Kunstharz-Lösemittelklebstoffe belasten die Umwelt stark. Zwar sinkt der Giftgehalt in einem Raum innerhalb von 24 Stunden rasant, die Stoffe bleiben jedoch unwiderruflich in der Umwelt. Wo immer es die technischen Eigenschaften ermöglichen, setzen wir hochstrapazierfähige Naturkleber ein, um die Natur, unsere Kunden und Arbeitnehmer vor unnötigen Giftstoffen zu schützen. Lassen Sie sich von unserem Teppich-Spezialisten beraten.

Teppich Unterlagen: Verwendet werden Sigaflex, Boaflex und andere Unterlagen. In der Regel 1mm-2mm dick. Sie werden nur mit dem Teppich verbunden, nicht aber mit der Unterkonstruktion. Dies ermöglicht das Schützen von z.B. einem alten Massivparkett oder das kurzfristige Umgestalten in Mietwohnungen und sind auch ableitfähig erhältlich.

Wir sind Ihr Fachmann für Beratung, Verkauf und Verlegung von Teppich. Vereinbaren Sie einen Termin und wir beraten Sie in unserer Teppichausstellung.

Die Verlegung erfolgt nach ökologischen Kriterien. Wir sind uns unserer Verantwortung gegenüber Natur, Umwelt und Konsumenten bewusst. Deshalb verwenden wir, wenn möglich, natürliche und nachhaltige Fasern.